Aus der Vereinsgeschichte

 

Männerchöre waren anfangs des 20. Jahrhunderts hoch im Kurs. Sie gehörten – wie Musikgesellschaften – zum gesellschaftlichen Leben. So gab es in vielen Luzerner Gemeinden zwei Männerchöre und zwei Blaskapellen, politisch streng getrennt. In Willisau spaltete sich von der Harmonie eine Gruppe ab und gründete 1909 die Konkordia. Nun sang man auch in Willisau rot und schwarz. Nach dem Beitritt zum Luzerner Kantonalgesangsverein 1919 erschien der Verein im Verzeichnis hinter der Harmonie, weshalb der Chor kurzerhand in Concordia umgeschrieben wurde.

 

Aufschwung

 

Es folgten viele Jahre des Erfolgs und des Mitgliederzuwachs. 1937 zählte der Verein 90 Aktivmitglieder. In einem Protokoll von 1968 ist erstmals von einem Sängerrückgang die Rede, 85 waren es damals noch. Dieser Trend hat sich fortgesetzt. Heute zählt der Verein noch rund 40 aktive Sänger, Neumitglieder sind jederzeit höchst willkommen. 

Die Concordia am Kantonalgesangfest 1956 in Hochdorf

Reichhaltiges Vereinsleben

Zum Jahresprogramm gehörte ein Konzert. Beliebt waren dabei die spielerisch hochstehenden Schwänke mit der choreigenen Theatergruppe. Nicht immer, aber meistens kehrte die Sängerschar mit der höchsten Auszeichnung von Sängerfesten zurück.

Reisen in der Schweiz oder ins benachbarte Ausland, Ständchen bei Geburtstagen und Hochzeiten, Geburtstagshöcks, eine St. Nikolausfeier und die Concordia-Fasnacht, natürlich mit charmanter Begleitung, füllten den Vereinskalender. 

Zusammen mit der Harmonie organisierte man 1988 das Luzerner Kantonalgesangfest und 1991 das schweizerische mit mehreren Festorten im Kanton.

Jubiläumskonzert 75 Jahre Concordia in der Pfarrkirche Willisau 

Gesamtleitung Paul Vonarburg

Neuzeit

In den letzten Jahrzehnten hat die gesellschaftliche Bedeutung der Chöre abgenommen. Es stehen zu viele Angebote zur Verfügung und man will sich nicht mehr an einen Verein binden. 

Zu den Höhepunkten gehörte das 75-Jahr-Konzert in der Pfarrkirche, die Weihe der neuen Fahne 2002, die 100 Jahrfeier mit den „Geschiebe Klangbildern“ im neuen Hochwasserentlastungskanal sowie 2019 das Projekt Froschkönig in der Kiesgrube Ettiswil mit vier Chören. Spannende Pläne stehen an, hoffentlich mit vielen neuen Mitsängern.

Das Patenpaar Heidi Bucheli und Pius Grüter und die Sänger mit der neuen Fahne im Jahre 2002